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Montenegrinisch

Montenegrinisch ist eine der vier Standardsprachen, die sich aus der gemeinsamen Dachsprache des ehemaligen Jugoslawiens (traditionell als „Serbokroatisch“ bezeichnet) entwickelt haben. Gesprochen wird die Sprache vorwiegend in Montenegro, dem jüngsten autonomen Nachfolgestaat der ehemaligen jugoslawischen Volksrepublik. Traditionell war die Sprache der Bevölkerung Montenegros als Serbisch bekannt, doch nach der Unabhängigkeitserklärung Montenegros von der Staatenunion Serbien und Montenegro wurde die Amtssprache des neuen Staats im Jahr 2007 als Montenegrinisch festgelegt. Außerdem wird die montenegrinische Sprache in angrenzenden Ländern wie Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Albanien gesprochen.

Genaue Angaben, wie viele Menschen weltweit Montenegrinisch sprechen, sind nicht vorhanden, da Montenegrinisch insbesondere zum Serbischen nur minimale Unterschiede aufweist und die Sprachen daher schwer voneinander zu trennen sind. Selbst ein großer Teil der Bevölkerung Montenegros gibt heute noch Serbisch als Muttersprache an.

Auch sprachwissenschaftlich ist der Status der montenegrinischen Sprache nicht eindeutig geklärt. Es scheiden sich die Geister, ob es sich hierbei um eine von alters her eigenständige Sprache oder lediglich einen regionalen Dialekt handelt. Fakt ist, dass die Verständigung zwischen Serben, Kroaten, Bosniern und Montenegrinern problemlos möglich ist.

Montenegrinisch wird grundsätzlich mit dem kyrillischen, jedoch zunehmend auch mit dem lateinischen Alphabet geschrieben.

Derzeit ist Montenegro in Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union und der NATO verwickelt.